Nicht nur beim Strom sollen fossile Energieträger durch erneuerbare Energien ersetzt werden – nach den Vorstellungen der Sozialdemokraten auch bei der Wärmeversorgung und im Verkehrssektor. Die SPD hat sich für den Landkreis Starnberg den emissionsfreien Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zum Ziel gesetzt. In Deutschland sind nach Angaben des Verbands Deutscher Verkehrsbetriebe (VDV) bereits mehrere hundert emmisionsfreie Elekrobusse im Einsatz. Hamburg und Berlin wollen ihren gesamten Busverkehr bis 2030 elektrifizieren. In Bayern testen die Verkehrsbetriebe von Aschaffenburg, Bad Reichenhall, Bamberg, Coburg, Landshut und Passau alternative Antriebe für ihre Busflotten. Es werden auf diesem Weg der Lärm, die Abgasemissionen sowie der Erdgas- und Dieselverbrauch reduziert.

Auch im Landkreis Starnberg soll es bei der Neuausschreibung der Buslinien durch den Kreistag eine Quote für Busse mit alternativen Antrieben geben. Entsprechend einer neuen EU Clean Energy Directive müssen ab August 2021 rund 22 Prozent der neu angeschafften Busse alternative Antriebe haben. Offen ist derzeit noch, ob es dabei auf elektrisch oder wasserstoff betriebene Busse hinausläuft. Eine Einschätzung von Tim Weidner hierzu: https://www.tim-weidner.de/batterie-oder-brennstoffzelle-womit-fahren-wir-kuenftig/ Ab dem Jahr 2026 soll die Quote dann auf 65 Prozent erhöht werden. MAN und Scania wollen in diesem Jahr elektrische Serien-Stadtbusse auf den Markt bringen. In einigen anderen Städten haben E-Citaro-Busse von Mercedes-Benz den Liniendienst aufgenommen.

Einen anderen Weg gehen dagegen die Wuppertaler Verkehrsbetriebe, die ihre Busflotte schrittweise auf Wasserstoff umstellen wollen. An der Wupper sind seit September 2019 zehn neue Brennstoffzellen-Busse mit Wasserstoff als Treibstoff im Einsatz. Auch Essen und Mühlheim an der Ruhr planen bei ihren Busflotten den Einsatz von Wasserstoff. Ob Elektro- oder Brennstoffzellen-Busse: Eine entsprechende Ladeinfrastruktur ist in jedem Fall aufzubauen.

„Die SPD im Landkreis Starnberg will das ÖPNV-Angebot nicht nur optimieren und attraktiver gestalten. Uns geht es auch um eine umweltgerechte Neuausrichtung – unser Ziel ist der emissionsfreie ÖPNV“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Tim Weidner zur Mobilitätswende. Für eine nachhaltige und klimaschonende Mobilität bedürfe es einer Technologieoffensive und eines Ausbaus der erneuerbaren Energien. Auf bestimmten Linien, so zum Beispiel in der Stadt Starnberg, können sich die Sozialdemokraten auch den Einsatz von Kleinbussen mit alternativen Antrieben vorstellen: https://www.spd-starnberg.de/kuenftig-kleinbusse-beim-oepnv-im-einsatz/. In ferner Zukunft wird es vermutlich auch autonom fahrende Busse geben.

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