In den 1980er Jahren wurde die DDR-Literatur in der Bundesrepublik intensiv rezipiert. Nach dem Fall der Mauer wurde es jedoch schlagartig still um die meisten Autorinnen und Autoren, die unter den schwierigen Bedingungen einer Diktatur die Gratwanderung zwischen Systemkritik, Zensur, Anpassung und IM-Tätigkeit gegangen waren und nicht „rechtzeitig“ als Dissidenten mit dem DDR-Regime gebrochen hatten. Nahezu vergessen sind heute Namen wie Brigitte Reimann oder Irmtraud Morgner. Viele der einst in Ost und West gefeierten Schriftsteller sahen sich nach 1989 gezwungen, ein unbeachtetes Leben zu führen, oftmals am Rande des Existenzminimums.

Dennoch: Wie der erfolgreiche Roman „Dichterliebe“ von Petra Morsbach zeigt, besitzt die DDR-Literatur als Thema eine attraktive Aktualität. Der in Berlin lebende spanische Übersetzer Ibon Zubiaur (ehemaliger Direktor des Instituto Cervantes in München) wiederum überträgt gegenwärtig Werke von DDR-Autoren erstmalig ins Spanische und erregt dort beachtliche Aufmerksamkeit.

Die Autorin Petra Morsbach, der Übersetzer Ibon Zubiaur und der in der DDR einst erfolgreiche Autor Andreas Albrecht werden der Frage, wie sich dieses vielleicht überraschende Interesse an DDR-Literatur erklären lässt, im Gespräch nachgehen.

Die Moderation übernimmt Thomas Maier-Bandomer.

Freitag, 21. März 2014, 19:30 Uhr
Bayerischer Hof Starnberg, Bahnhofsrondell

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