Edit: Wegen Erkrankung abgesagt. Termin wird nachgeholt.

Mit der Studie „Skandal in Togo“ hat Rebekka Habermas einen wichtigen, geradezu „bahnbrechenden“ Beitrag zur deutschen Kolonialismusgeschichte vorgelegt, verkündet Micha Brumlik. Dass die Historikerin ihre präzise und klare Fallstudie als „Microstoria“ anordnet, findet der Kritiker klug: Mehr noch als eine großangelegte Gesamtdarstellung vermittelt ihm Habermas die tatsächlichen, ambivalenten Züge des Herrschaftsmodells. Und so erfährt der Rezensent hier nicht nur, wie wenige weiße deutsche Männer, die ihr rassistisches Sexualregime über schwarze Frauen ausübten, mit gebildeten und humanitär gesinnten Missionaren konkurrierten, sondern auch, dass die von den Missionaren verteufelte Polygamie den Frauen stabile Lebensverhältnisse garantierte. Darüber hinaus liest der Kritiker bei Habermas nach, dass Entkolonialisierung und Kolonialismuskritik bereits während der deutsch-britischen Konkurrenz zu Beginn des 20. Jahrhunderts einsetzte. (aus: Die Tageszeitung,1.10.16),

Die Referentin Rebekka Habermas ist Neuzeithistorikerin und hat einen Lehrstuhl für Geschichte in Göttingen.

Sonntag, 1.  Dezember 2019, 11:00 Uhr
Bayerischer Hof Starnberg, Bahnhofsplatz 1
Eintritt € 8,–/6,–

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